BETT 2017 – Bildungsmesse in London

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Bevor es in zwei Wochen auf der Didacta 2017 los geht, bin ich vier Tage nach London gereist, um die größte Bildungsmesse Europas zu besuchen. Mein Interesse galt dabei besonders den Vorträgen, aber auch den technischen Neuerungen und Trends. Und ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Die Vorträge waren hervorragend. Die Diskussionsrunden in der BETT Arena zeigten die Herausforderungen und Probleme im Bildungsbereich auf, die durch die rasch wachsende Digitalisierung entstehen. Lieferten aber auch Ansatzpunkte, wie man im darauf reagieren kann. Hervorzuheben ist natürlich der Vortrag von Sir Ken Robinson. Der es wieder schaffte, die Augen der Lehrer zum Leuchten zu bringen. Seine Aussagen zum vorhandenen Schulsystem zeigten die Schwächen auf und motivierten wohl alle Zuhörer etwas zu ändern und wenn es nur im eigenen Unterricht ist.

Auch die Diskussionsrunde zum Thema: „Künstliche Intelligenz für das Bildungswesen“ war sehr überzeugend. Hier wurden Lösungen basierend auf künstlicher Intelligenz vorgestellt und diskutiert, die dem Lehrer bei seiner Tätigkeit helfen sollen. Natürlich wurde das Thema Daten auch hier heiß diskutiert. Denn damit diese System funktionieren, benötigen sie viele Informationen. Es wird sicherlich spannend, was die nächsten Jahre liefern werden. Eines wurde mir aber wieder sehr deutlich. Die Entwicklung ist rasend schnell und die notwendige Technik wird immer erschwinglicher und leistungsstärker. Wenn Geräte, wie die HoloLense von Microsoft oder die Google-Kontaktlinse, in die Schule kommen, werden wir ein riesiges Problem mit unserem trägen Schulsystem bekommen. Die nächsten Jahre werden es wohl zeigen. Unser Bildungssystem aus der Zeit von Industrie 2.0 hat 3.0 übersprungen. Mit Industrie 4.0 wird es wohl nicht mehr klappen. GOTT SEI DANK!

Neben den Vorträgen waren aber auch sehr viele Aussteller am Start, die das Spektrum der Möglichkeiten aufzeigten. Ganz klar sichtbar wurde, dass die Aktivität des Schülers immer mehr Bedeutung gewinnt. Kompetent wird man nur durch eigenes Handeln. Im MakerSpace konnte man hierzu alles selbst ausprobieren und es wurde sehr schnell deutlich, dass sich etwas im Schulalltag ändern muss, um die Schüler zu kompetenten Persönlichkeit zu formen. Neben den unterschiedlichen Kompetenzen im Medienbereich, stehen aber auch die sozialen Kompetenzen im Fokus. Es gab viele Lösungen, die hierbei helfen sollen.

 

 

   

Die Messe war meiner Meinung nach sehr gut besucht und verblüffte durch den großen Anteil von ausländischen Besuchern. Lediglich die deutsche Beteiligung lies zu wünschen übrig. Als einzigen deutschsprachigen Besucher konnte ich den OneNote-Guru Kurt Söser aus Österreich ausmachen, mit dem ich mich dann auch ausgiebig über die Möglichkeiten und Grenzen unserer benachbarten Schulsysteme austauschte.

Abschließend lässt sich festhalten, dass auch die BETT Messe klar aufzeigte, wie stark der Einfluss der Digitalisierung auf das Bildungswesen ist. Daten sind der Rohstoff der Zukunft. Sie müssen genutzt, aber auch geschützt werden. Es wird gravierende Veränderungen bedürfen, um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden. Die Digitalisierung bietet aber auch bis dato unverstellbare Möglichkeiten dem einzelnen Schüler gerecht zu werden.

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